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Praxistest von Bitcoin.com – Ein Blick in die Welt von Vultisig

Erhalten Sie die neuesten Informationen zu Vultisig in unserem ausführlichen Testbericht, in dem wir wichtige Aspekte und Nutzererfahrungen beleuchten.

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Lesezeit6 Minuten Lesezeit
Geschrieben von
Neil Author
Neill Velardo
Crypto content specialist since 2017; reviews iGaming platforms firsthand
Geprüft von
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Graham Stone
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Vultisig ist ein seedloses Krypto-Tresor für mehrere Geräte, das auf der Threshold-Signature-Scheme-Technologie (TSS) basiert. Anstatt eine herkömmliche Seed-Phrase zu generieren, verteilt die Wallet die Signaturberechtigung auf mehrere Geräte, sodass zur Autorisierung von Transaktionen eine festgelegte Schwelle erreicht werden muss.

Um zu beurteilen, wie sich dieses Modell unter realen Bedingungen bewährt, haben wir Vultisig auf mehreren Geräten installiert und sowohl die „Secure Vault“- als auch die „Fast Vault“-Konfiguration getestet. Die Transaktionen wurden über mehrere unterstützte Netzwerke hinweg durchgeführt, darunter das Senden und Empfangen von Vermögenswerten, die Durchführung von Swaps, die Interaktion mit dem DeFi-Reiter sowie die Installation von Plugins. Zudem haben wir die Koordination der Signaturabwicklung über mehrere Geräte hinweg unter normalen Nutzungsbedingungen und in simulierten Unterbrechungsszenarien bewertet sowie Wiederherstellungsverfahren unter Verwendung von Vault-Share-Importen auf neuen Geräten geprüft.

Einrichten eines Vaults: Keine Seed-Phrase, dezentrale Verwaltung

Zunächst haben wir zwei Tresor-Konfigurationen erstellt:

- Ein sicherer Tresor mit zwei Geräten (2-von-2-Schwellenwert)

- Ein „Fast Vault“ unter Verwendung eines Geräts sowie des Vultiserver als Mitunterzeichner

Bei der Einrichtung wurde keine Seed-Phrase generiert. Stattdessen hat jedes Gerät einen eindeutigen „Vault Share“ erstellt. Diese „Shares“ fungieren als verschlüsselte Fragmente der Signaturberechtigung und müssen einzeln gesichert werden, da .vult Dateien. Während der Sicherung werden die Vault-Freigaben mit dem Vault-Passwort verschlüsselt, bevor sie zur Speicherung exportiert werden.

Außerdem haben wir den Sicherungsprozess für Vault-Shares überprüft. Der Export der Shares in einen sicheren Speicher verlief reibungslos, und die Wallet weist deutlich darauf hin, wie wichtig es ist, diese Sicherungskopien aufzubewahren. Der erneute Import eines Vault-Shares auf ein neues Gerät funktionierte wie erwartet, was bestätigt, dass Vault-Share-Sicherungen als primärer Wiederherstellungsmechanismus dienen, wenn keine Seed-Phrase vorliegt.

Der Einrichtungsprozess wirkte durchdacht, aber übersichtlich. Bei der „Secure Vault“-Konfiguration waren beide Geräte an der Erstellung des Tresors und der zugehörigen Freigaben beteiligt. Bei der „Fast Vault“-Konfiguration fungierte der Server als Mitunterzeichner, um den täglichen Gebrauch zu vereinfachen.

Transaktionen wurden erst ausgeführt, nachdem die erforderlichen Geräte die Anfrage genehmigt hatten. In einer 2-von-2-Konfiguration mussten beide Geräte am Signaturprozess teilnehmen, bevor eine Transaktion gesendet werden konnte. Dies spiegelt das Schwellenwert-Konzept der Wallet wider, bei dem kein einzelnes Gerät Transaktionen eigenständig autorisieren kann.

Multi-Chain-Asset-Management in der Praxis

Auf der Registerkarte „Wallet“ werden Vermögenswerte aus mehr als 30 unterstützten Blockchains zusammengefasst, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana, Cosmos-basierte Netzwerke und EVM-kompatible Blockchains.

Beim Empfang von Geldbeträgen wurden pro Blockchain neue Adressen mit eindeutiger Kennzeichnung generiert. Die Unterscheidung der Netzwerke erfolgte einheitlich, was dazu beitrug, das Risiko von Überweisungen an die falsche Blockchain zu verringern. Die Geldbeträge waren unmittelbar nach den Bestätigungen in den jeweiligen Netzwerken verfügbar.

Wir haben das Senden folgender Nachrichten getestet:

- Kleine Mengen

- Größere Beträge

- Mehrere Transaktionen in schneller Folge

Um das Verhalten bei höherer Auslastung zu beobachten, haben wir mehrere Transaktionen nacheinander über verschiedene unterstützte Blockketten hinweg initiiert. Die Wallet bewältigte diese aufeinanderfolgenden Sendevorgänge, ohne dass dabei inkonsistente Zustände entstanden. Die Adressgenerierung funktionierte in allen Netzwerken einwandfrei, und der Signaturablauf blieb auch bei hoher Transaktionsaktivität vorhersehbar.

Die Gebührenschätzung war vor der Signatur einsehbar. Der Signaturvorgang erforderte eine Abstimmung zwischen den beteiligten Geräten, bevor eine Transaktion genehmigt werden konnte. Die Signaturgeschwindigkeit variierte je nach Reaktionsgeschwindigkeit der Geräte und den Netzwerkbedingungen leicht, blieb jedoch während des gesamten Tests konstant.

Kettenübergreifende Swaps und DeFi-Interaktion

Vultisig umfasst eine native Swap-Funktionalität mit einem Startgebührenmodell von 50 Basispunkten für kettenübergreifende Swaps. Wir haben Token-zu-Token-Swaps durchgeführt und kettenübergreifende Transaktionen getestet, sofern diese unterstützt wurden.

Die Slippage-Einstellungen waren sichtbar, und die Swap-Details wurden vor der endgültigen Bestätigung angezeigt. Bei Swaps kam die Mitunterzeichnung über mehrere Geräte hinweg zum Einsatz, genau wie bei Standard-Überweisungen, wodurch ein einheitliches Signaturmodell für alle Wallet-Aktionen gewährleistet wurde.

Wir haben außerdem untersucht, wie die Wallet reagiert, wenn Swaps nicht abgeschlossen werden können, beispielsweise wenn Slippage-Schwellenwerte überschritten werden oder keine Liquidität verfügbar ist. In diesen Fällen wies die Benutzeroberfläche deutlich darauf hin, dass die Transaktion nicht fortgesetzt werden konnte, und verhinderte, dass sie unvollständig ausgeführt wurde. Dank der Meldungen zum fehlgeschlagenen Swap konnten die Parameter vor einem erneuten Versuch angepasst werden.

Über die Registerkarte „DeFi“ war die Nutzung von Staking und anderen unterstützten Funktionen innerhalb der Wallet-Oberfläche möglich. Bei der Genehmigung von Smart Contracts wurde derselbe Signaturprozess mit Schwellenwert ausgelöst, der auch bei Standardüberweisungen zum Einsatz kommt. Vor der Genehmigung wurden in Transaktionsaufforderungen Details zur Vertragsinteraktion angezeigt, um die zu genehmigende Aktion zu verdeutlichen.

Signieren auf mehreren Geräten unter Stress

Um die Zuverlässigkeit der Koordination zu testen, haben wir mehrere Szenarien simuliert:

- Ein Gerät, das mitten in der Anmeldung die Verbindung verliert

- Ein Gerät, das eine Transaktion ablehnt

- Die App läuft während der Signiersitzung im Hintergrund

- Schnelle, aufeinanderfolgende Versuche, zu unterschreiben

Um die Koordination zwischen den Geräten weiter zu untersuchen, haben wir mehrere Signaturanfragen in schneller Folge ausgelöst. Selbst bei wiederholten Signaturanfragen synchronisierten sich die Geräte zuverlässig und es kam weder zu festgefahrenen Signaturzuständen noch zu doppelten Transaktionen.

Während der Signaturvorgänge wurden zudem vorübergehende Netzwerkunterbrechungen simuliert. Sobald die Verbindung wiederhergestellt war, setzten die Geräte den Signaturvorgang fort, ohne dass dabei inkonsistente Transaktionszustände entstanden.

Wenn eine Verbindung zu einem Gerät während einer Sitzung unterbrochen wurde, blieb die Signaturanforderung einfach unvollständig, bis die erforderliche Teilnehmerzahl wieder erreicht war. Es gab keine doppelten Übertragungen oder unvollständigen Ausführungen.

Wiederherstellungs- und Verlustszenarien

Die Wiederherstellung ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Wallet in Eigenverwahrung. Wir haben zwei zentrale Szenarien simuliert.

Szenario 1: Ausfall eines Geräts in einem „2-von-3“-Speicher

Da die Unterschriftsschwelle weiterhin erreichbar war, verliefen die Transaktionen weiterhin normal.

Szenario 2: Ausfall der meisten Geräte

Wir haben das erneute Importieren von Vault-Freigaben auf neue Geräte getestet. Für die Wiederherstellung war der Zugriff auf die erforderliche Anzahl gesicherter Freigaben notwendig.

Aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit folgte der Wiederherstellungsablauf einer klaren Abfolge von Anweisungen, die die Neuinitialisierung des Geräts und den Wiederaufbau des Tresors leiteten. Der Prozess stärkte das Sicherheitsmodell der Wallet und ermöglichte es gleichzeitig, den Zugriff wiederherzustellen, sobald die erforderlichen Anteile verfügbar waren.

Plugin-Marktplatz und wiederkehrende Käufe

Wir haben den Plugin-Marktplatz unter die Lupe genommen und dabei den Schwerpunkt auf den Installationsablauf und die Klarheit der Berechtigungen gelegt. Die Aktivierung der Plugins war unkompliziert, und die Deinstallation erforderte keine komplizierten Schritte.

Das Plugin „Recurring Buys“ wurde getestet von:

- Einrichten von geplanten Einkäufen

- Stornierung geplanter Käufe

- Simulation von Ausfallbedingungen

Der Ausführungszeitpunkt entsprach dem konfigurierten Zeitplan. Durch die Abbruchaktion wurden weitere Ausführungen wie erwartet verhindert.

Wir haben außerdem beobachtet, wie sich das Plugin verhält, wenn geplante Transaktionen nicht abgeschlossen werden können, beispielsweise bei unzureichender Deckung. In diesen Fällen schlug die Transaktion einfach fehl, ohne dass es zu wiederholten unbeabsichtigten Käufen kam, und die Wallet hat das Ergebnis klar kommuniziert.

Die mit Plugins verbundenen Berechtigungen wurden im Transaktionskontext angezeigt, wodurch deutlich wurde, welche Aktionen das Plugin angefordert hat.

Infrastruktur und Signaturmodell

Das Sicherheitsmodell von Vultisig basiert auf einer verteilten Signatur und nicht auf einem einzigen privaten Schlüssel, der auf einem Gerät gespeichert ist.

Im „Fast Vault“-Modus fungiert der Vultiserver als Mitunterzeichner, um bei alltäglichen Transaktionen eine Signatur mit nur einem Gerät zu ermöglichen. Im „Secure Vault“-Modus erfordert die Autorisierung von Transaktionen die Beteiligung mehrerer vom Benutzer kontrollierter Geräte.

Diese Architektur ermöglicht es den Nutzern, zwischen Komfort und einem höheren Maß an dezentraler Kontrolle zu wählen, während gleichzeitig eine zentralisierte Speicherung von Schlüsseln und der mit herkömmlichen Seed-Phrase-Wallets verbundene Single Point of Failure vermieden werden.

Abschlussbewertung

Von der Einrichtung über Transaktionen, Swaps, DeFi-Interaktionen und die Koordination von Signaturen bis hin zu Wiederherstellungssimulationen verhielt sich Vultisig durchweg im Einklang mit seiner dokumentierten Sicherheitsarchitektur.

Das seedlose, schwellenwertbasierte Konzept verändert das typische mentale Modell der Wallet-Sicherheit. Anstatt eine einzige Wiederherstellungsphrase zu schützen, verwalten die Nutzer verteilte Tresoranteile und die Beteiligung der Geräte. Dies führt zwar zusätzliche Verfahrensschritte mit sich, verteilt die Kontrolle jedoch auf mehrere Geräte.

Für Nutzer, denen dezentrale Autorisierung und die Koordination mehrerer Geräte besonders wichtig sind, bietet Vultisig einen strukturierten Ansatz für die Selbstverwahrung. Die Unterstützung mehrerer Blockchains, integrierte Swaps, die Erweiterbarkeit durch Plugins und explizite Wiederherstellungstools bilden zusammen eine sicherheitsorientierte Wallet-Umgebung.

Für Nutzer, die bereit sind, die Grenzen herkömmlicher Seed-Phrase-Wallets zu überwinden, Vultisig stellt ein überzeugendes neues Modell für die Sicherung und Verwaltung digitaler Vermögenswerte vor.

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